1960 – 1970

Im April 1960 war es endlich wieder soweit. Drei mutige junge Musiker unter der Führung von Dir. Franz Bratl wagten den Neubeginn der Musikschule.
Direktor Franz Bratl war in der Zeit der Volksmusikschule bereits Leiter der Zweigstelle in Birkfeld und hatte dementsprechend viel Erfahrung. ML Anton Fleck war ein begeisterter Musiker, dem das Orchesterspiel sehr am Herzen lag und bei Edda König erkannte man schon als Kleinkind ihr außerordentliches Talent.

Es gab kein Kind, dass so fleißig übte und sich so auf die Musik konzentrierte, daher wundert es nicht, dass sie heute 70-jährig noch Konzerte gibt und mit ihrer Tochter und einem Kammer-musikensemble tätig ist.

Bereits im 1. Jahr war die Musikschule zu einer richtigen Instutition mit 200 Schülern und 12 Lehrern angewachsen.

 Untergebracht war die Musikschule in einem Teil des Volkshauses und finanziert wurde sie von der Stadtgemeinde Weiz unter Kulturreferent Viktor Wuganigg. Unterrichtet wurde: Klavier, Violine, Harmonika, Zither, Gitarre und Blockflöte. Es gab auch schon hauseigene Veranstaltungen und zahlreiche Umrahmungen bei diversen Festen.

1961 gab es schon drei Klavierklassen, der Unterricht wurde auf Holz – und Blechbläser ausgedehnt. 1962 gab es dann den ersten Cello- Unterricht und Franz Zugmeister, ein hervorragender Musiker unterrichtete Posaune und Horn. Weiters gab es schon eine Bläsergruppe und eine Singklasse.
Zwei weitere Kindersingklassen mit Orff- Instrumenten, sowie ein Jugendsingkreis, zwei Blockflötenchöre und zwei Akkordeonspielgruppen kamen hinzu.

1963 konnte ein Cembalo aus Subventionen finanziert werden. Inventar und Lehrmittelstand wurden ausgebaut. Die Lehrergehälter der nebenberuflichen Lehrkräfte auf 14 Monatsgehälter erhöht. 1967 wurde eine Kammerorchestervereinigung für Lehrer und Laien gegründet.

Waren es anfänglich meist Stadtkinder, welche die Musikschule besuchten so stieg allmählich auch das Interesse in den Umgebungsgemeinden.

Daher erfolgte ein sprunghafter Anstieg der Gesamtschülerzahlen ab den früheren siebziger Jahren. 



Zum Abschluss ein kurzer Überblick in Zahlen

Rund 1000 Schüler haben in diesem Zeitraum eine Ausbildung genossen, allein oder in Gruppen, das waren rund 10% der Stadtbevölkerung.
140 Bläserschüler wurden befähigt, die Lücken in den verschiedenen Blaskapellen zu füllen. 50 Schüler wurden für die Aufnahme in das Musisch-pädagogische Realgymnasium vorbereitet und 20 Schüler studierten an der Akademie für Musik und darstellende Kunst um Berufsmusiker zu werden.

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens war zu berichten, dass die Stadtväter dafür gesorgt haben die Schule in modernen, zweckentsprechenden Räumen unterzubringen und die finanzielle Unterstützung immer im Vordergrund stand. Ein großes Dankeschön galt dem Förderer Kulturreferent LAbg. Viktor Wuganigg. .